Wie Taleximora zur Anlaufstelle für Bewertungsexpertise wurde
Der Anfang einer Idee
Alles begann in einem kleinen Büro unweit der Frankfurter Börse. Ich hatte gerade mehrere Jahre bei verschiedenen Finanzinstituten verbracht und immer wieder dasselbe Problem beobachtet: Analysten lernten Bewertungsmethoden auswendig, verstanden aber selten die Feinheiten dahinter.
Die Theorie war überall verfügbar. Was fehlte, war der praktische Kontext – die kleinen Details, die den Unterschied zwischen einer passablen und einer wirklich aussagekräftigen Bewertung ausmachen.
Was uns anders macht
Wir konzentrieren uns bewusst auf das, was in Lehrbüchern oft zu kurz kommt. Die Situationen, wo Standard-DCF-Modelle an ihre Grenzen stoßen. Die Branchen, bei denen traditionelle Multiplikatoren nicht greifen.
Jeder Kurs entsteht aus konkreten Erfahrungen – aus Bewertungen, die wir selbst durchgeführt haben, aus Fehlern, die wir gemacht und korrigiert haben.
Unsere Entwicklung in den letzten Jahren
Von einem Ein-Personen-Projekt zu einem Team von Praktikern, die ihr Wissen weitergeben möchten
Die ersten Schritte
Beginn mit Einzelcoachings für junge Analysten. Drei Teilnehmer im ersten Halbjahr – alle aus persönlichen Empfehlungen. Die Themen? Meistens Unternehmensbewertung im Mittelstand, wo die gängigen Modelle oft angepasst werden müssen.
Erweiterung des Angebots
Entwicklung strukturierter Programme zu spezifischen Bewertungsthemen. Besonders gefragt: Bewertung von Startups und schnell wachsenden Unternehmen, wo klassische Ansätze oft versagen. Etwa 30 Analysten durchliefen die Programme in diesem Jahr.
Team-Aufbau
Zwei weitere erfahrene Analysten kamen dazu – beide mit Spezialisierungen in Bereichen, die ich selbst weniger abdecke. Dadurch konnten wir das Themenspektrum deutlich erweitern, von Immobilienbewertung bis zu komplexen Finanzinstrumenten.
Gegenwart und Ausblick
Mittlerweile arbeiten wir mit Analysten aus verschiedenen Institutionen zusammen. Die Programme laufen regelmäßig, und wir haben ein Netzwerk aufgebaut, das über die reine Wissensvermittlung hinausgeht. Manchmal entstehen daraus auch spannende Diskussionen über aktuelle Bewertungsfragen.
Lennart Viktorsson
Gründer & FinanzanalystMein Weg führte mich von skandinavischen Investmentbanken nach Frankfurt. Dort habe ich schnell gemerkt, dass die interessantesten Bewertungsfälle nicht die großen börsennotierten Konzerne sind, sondern mittelständische Unternehmen mit komplexen Strukturen.
Was mir beim Unterrichten am meisten Spaß macht? Wenn jemand plötzlich versteht, warum eine bestimmte Methode in einem Kontext funktioniert und in einem anderen komplett daneben liegt. Diese Momente, wo theoretisches Wissen auf praktische Realität trifft.
Abseits der Bewertungsarbeit interessiere ich mich für Wirtschaftsgeschichte – besonders dafür, wie sich Bewertungsmethoden über die Jahrzehnte entwickelt haben und welche davon tatsächlich funktionieren.